*Update* Rettungsdienst-Konserve

April 29, 2009

In einem früheren „Rettungsdienst-Konserve“ Post ging es um die erfolgreiche Reanimation eines Patienten, der im weiteren Verlauf auch in das Krankenhaus meines Hauptarbeitgebers verlegt wurde.

Heute habe ich einen seiner Söhne, der auch während der Notfallsituation anwesend war, im Kaufland wiedergetroffen. Er berichtete mir, dass sein Vater sich mitlerweile nach einer gut überstandenen Bypass-OP in der Rehabilitation befindet. Neurologische Defizite gibt es keine…

Das freut mich natürlich sehr und man ist auch stolz darauf, Teil des Teams gewesen zu sein, der den Mann ins Leben zurückgeholt hat…

Ich weiss noch ganz genau, wie ich den Knopf für die Schockabgabe bei der Defibrillation gedrückt hatte und das Flimmern in eines astreinen Sinusrhythmus überging…

Man „produziert“ eben nicht nur hirntote Wachkomapatienten…


Wiedersehen macht Freude (bringt Tiefkühlkost)….

April 24, 2009

Gestern klingelt es an meiner Tür.

Rettungsrambo: „Guten Tag, Firma Bofrost, Rettungsrambo mein Name.“
Krankenhausblogger: „Hallo Rettungsrambo, kennste mich nicht mehr?“
Rettungsrambo: „Bist du nicht auch RTW gefahren?“
Krankenhausblogger: „Ja genau, ich wusste das du vor 1 1/2 Jahren aufgehört hast aber nicht das du jetzt bei Bofrost arbeitest! Wie geht´s?“
Rettungsrambo: „Gut soweit. Ich musste ja damals aufhören, da ich nen Bandscheibenvorfall hatte und das nie wieder richtig besser geworden ist.“

Soweit der (sehr gekürzte) Dialog. Der Rettungsrambo ist eigentlich kein Rambo gewesen, jedoch wollte er immer alles selber und am besten gleichzeitig machen (gibt da ne Story, dass er den z.B. mal den Notarzt nachgefordert hat, während er die Herzdruckmassage durchgeführt hat und gleichzeitig dem Sani gesagt hat, wass er jetzt tun soll…).

Den Bandscheibenvorfall hat er sich geholt, als er NEF gefahren ist und zur Analgesie nachgefordert wurde. Ein Junge, 16 Jahre, hatte sich das Sprunggelenk gebrochen und brauchte ein Schmerzmittel. Beim Transport des Patienten in den RTW hat er dann eine Bandscheibe den Geist aufgegeben. Der Pubertierende brachte nämlich schlappe 150kg auf die Waage!!!

Und jetzt fährt er halt hypotherme Lebensmittel durch die Gegend, anstatt wiederbelebter Patienten mit milder Hypothermie:S


Kollaps eine viertel Stunde vor Feierabend (20:30 Uhr)

April 24, 2009

Frau Müller (wie immer Name geändert) kam vor drei Tagen mit der Aufnahmeverdachtsdiagnose „Koprostase„, der sich dann im Verlauf als mechanischer Ileus entpuppte. Nach dem Chirurgischen Konsil durch eine Oberärztin wurde die Indikation zur Not-OP gestellt und ich mit der Vorbereitung eben dieser beauftragt.

Frau Müller hatte bereits eine Magensonde liegen, worüber bisher knapp 3 Liter Mageninhalt abgelaufen waren, zudem hatte sie in den letzten Tagen wegen der abdominellen Beschwerden werder viel gegessen noch getrunken. Bis dato war sie wach und orientiert, die Vitalparameter in Ordnung. Ich zog ihr Thrombosestrümpfe an und bat sie dann, sich auf die Bettkante zu setzen, um ihr beim ausziehen der Kleidung und dem Anziehen des OP-Hemdes zu helfen. Den Rest des Beitrags lesen »


Spruch des Tages von vor ein paar Tagen…

April 23, 2009

Beim Aufnahmegespräch einer Patientin (Namen natürlich wie immer frei erfunden):

Krankenhausblogger: „Frau Müller, haben sie einen gesetzlichen Betreuer?“
Frau Müller: „NEEE… Mein Sohn putzt jeden Tag bei mir!“

:rofl:


Darf ich vorstellen? Mein Name ist krankenhausblogger!

April 22, 2009

Geil!

Letzte Woche hab ich 5 Bewerbungen rausgeschickt. Alle schön mit Bewerbungsmappe (3€/Stück!!), Wasserzeichenpapier und neuen Passfotos… Soll ja gut rüberkommen. Hab mich ausschließlich für die Anästhesie beworben. Da sind die freien Stellen aber leider meist knapp. Um so erfreulicher war es, dass die nette Frauenstimme des Anrufbeantworters gestern abend nach dem Spätdienst eine neue Nachricht ankündigte: Eine weitere Frauenstimme, ihrerseits Mitarbeiterin eines meiner Wunschkrankenhäuser, bat mich um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch!! Volltreffer! Erste Rückmeldung, erstes Vorstellungsgespräch. So kann´s doch bitte weitergehen…!

Jetzt bin ich mal gespannt, was die anderen drei Bewerbungen bringen.

Die Realität wird mich aber um 13.15 Uhr auf den Boden der Tatsachen zurückholen: Spätdienst – volle Station (gestern 8 Aufnahmen im Spätdienst, vorgestern 7).


Fazit nach einer Woche auf Station

April 12, 2009

Seit Montag bin ich wieder im Praxiseinsatz. Große internistische Station (Schwerpunkt Gastroenterologie, aber auch viele andere Krankheisbilder bei meist multimorbiden alten Patienten). Man könnte auch von einer „Pflegeintensivstation“ reden, was sich zum Glück in den vergangenen 7 Tagen nicht bewahrheitet hat.

Alles in allem ist nichts besonderes passiert, die Arbeit beschränkt sich bisher auf Lagern, Infusionen an-/abstöpseln und jedwede Art des „Umgangs mit Stoffwechselendprodukten“.

Ich denke, dass ich in einer Woche so richtig einsteigen kann, wenn ich den Stationsablauf so richtig drin habe…

Bisher muss ich mich für alles, aber auch wirklich alles, bei der zuständigen Schwester rückversichern. Das nervt gewaltig. Klar bin ich Schüler, jedoch in 6 Monaten fertig. Da sollte ein klein wenig Selbstständigkeit „selbstverständlich“ sein. Aber das fordere ich erst, wenn das noch 2 oder 3 Wochen so weitergeht… bin ja noch 7 Woche da.


Passfoto

April 12, 2009

War ´ne teure Party Donnerstag! Und das obwohl ich nicht getrunken habe, da ich der Fahrer war… oder eben gerade deswegen…

Was war geschehen?

Innerorts geknipst worden, kurzer Blick auf den Tacho: ~85 km/h, erlaubt wären 50 km/h.
Laut www.bussgeldkataloge.de wären das: ~185€; 3 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot!

Frohe Ostern :-kotz..


Letzte RTW-Schicht…

April 2, 2009

Sonntag, 24h Dienst. 11 Einsätze, davon 7 Krankentransporte, Fahrtstrecke insg. 290 km, 1 1/2h nachts auf der Wache, 0 Stunden Schlaf…

Kurz gesagt: Zum kotzen!

Ein einziger Einsatz war interessant (bzw. Routine): Einsatz mit NEF zum Apoplex. Wars dann auch. Lehrbuchmäßig. Patientin im Sofa „hängend“ angetroffen, Hemiparese links. Voll orientiert und sich der Situation bewusst. Nix besonderes eigentlich… WENN ich nicht vor 3 Monaten schon einam bei ihr war. Damals hatte die gute nämlich ausgeprägte Dyspnoe und sportliche Frequenzen bis 220/min. . Einpacken und ab in die 400 Meter entfernte Stroke-Unit.

Am Ende der Schicht hatte ich auch zwei mal die „0″ gedrückt, das heisst, dass der gesammte Rettungsdienstbereich mit Radio hören konnte… ;-)

Solche Schichten sind einfach nur (/%&/$… (scheisse)!!

Ich werde jetzt erst ende Mai wieder fahren, da ich ab Montag wieder auf Station eingesetzt bin und mich auch so langsam mal aufs Examen vorbereiten muss. Auch wenn das wohl vorerst rein von der mentalen Seite her sein wird :D .