3 mal RTW bitte…

März 24, 2009

In den letzten zwei Wochen hatte ich drei Schichten RTW. Ich hatte gehofft, dass nach dem „Scheisstag“ nun ein paar ruhigere Dienste folgen sollten. Und ich sollte recht behalten. In den insg. 60 Stunden Dienst piepste der Melder nur 18 mal. Einige mit Notarzt, einige ohne Sonderrechte, ein oder zwei Krankentransporte.

Vital bedrohte Patienten oder gar Tote gab es glücklicherweise nicht. Die interessantesten Fälle waren ein schockiger Pat. (RR syst. 70 mmHG) mit einem neu aufgetretenen AV Block 1°. Ein ebenfalls schockiges akutes Abdomen und ein Bauarbeiter, der sich per Bolzenschussgeräte eine Schraube mit wiederhaken von lateral nach medial durch das Sprunggelenk gejagt hatte. So sah es zumindest aus. Eine klinische untersuchung meinerseits zeigte dann aber eher, dass die Schraube überhalb des Fersenbeins und hinter der Achillessehne eingeschlagen war. Ohne große Maßnahme wurder der Pat. eingepackt und in die nächste Unfallchirurgie/Orthopädie gefahren.

Die Nachtschicht gestern begann für mich um 19 Uhr erstmal damit, dass wir den regulären RTW wegen Bremsversagens gegen den Reserve RTW tauschen mussten. Kein Text, kein FMS, kein Navi, kein Corpuls, nur AED und die Standardausrüstung. Da war meine Laune ja schon im Keller… um ein Uhr Nachts war der letzte Einsatz beendet und ich konnte durchschlafen.

Also, alles in allem uninteressante, wenig lehrreiche Einätze und ein/e Lehrrettungsassistent/in (Geschlecht anonymisiert), mit dem/der ich nie wieder fahren möchte, weil inkompetent, einsatztaktisch völlig unter aller Kanone, nicht kommunikationsfähig/tamarbeitsfähig. Schlichtweg nervig. Und ja, das kann ich behaupten, obwohl ich „nur“ Sani und Krankenpflegeschüler bin.

Am Sonntag folgt dann die voraussichtlich letzte 24 Stunden Schicht für die nächsten 2 Monate. Es gilt jetzt, mich auf das immer näher rückende Examen vorzubereiten. Hier und da mal was nachlesen und sich vor allem die Kräfte einteilen. Es stehen in zwei Woche zwei volle Monate „internistische Pflegestation“ auf dem Plan. Das muss ich erstmal bewältigen…