Januar 28, 2009
War heute das erste mal Blutspenden. Man sollte ja anch möglichkeit mind. 2l trinken, was ich nicht wirklich geschafft habe. Hatte ja Frühdienst. Und das heisst nunmal im moment: Akkordarbeit. Naja, irgendwann hatte ich dann die Nadel im Arm (die ist wirklich so groß, quasi G16) und lag auf der Liege. Die ersten 150ml waren abgezapft als ich auf einmal meinen eigenen Herzschlag kräftig pochen hörte, ich merkte wie das Blut aus dem Kopf wich und mir schwindelig wurde. Hab das dann der Schwester gesagt, die daraufhin abbrechen wollte (bin ja Erstspender). Ich hab sie überzeugt es „weiterlaufen“ zu lassen. Ging dann auch halbwegs aber mulmig war mir dann doch noch für ein paar Stündchen…
Ist aber ganz interessant am eigenen Körper zu sehen/merken, wie einem so der Kreislauf weggeht…
Sind ja immerhin auch 450ml. In 2 Monaten darf ich mich dann wieder anstechen lassen.
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am Rande |
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 28, 2009
Ich hatte ja in einem der letzten Beiträge über den Patienten berichtet, der eine Schussverletzung erlitten hatte. Mitlerweile liegt er bei uns auf Normalstation und läuft rum, ihm gehts gut. Er soll die Tage entlassen werden…
Das sah mal anders aus. Am Montag bin ich runter in die Radiologie (da, wo niemals Tageslicht ist) und hab den diensthabenden Radiologen mal gebeten, mir die CT/MRT und Röntgenbilder zu zeigen. Das hat er auch sehr bereitwillig getan. Leider sieht man so gut wie nix. Der Einschuss (3-4 cm über der linken Mamille [Brustwarze]) hat eine Rippe zertrümmert und ist dann durch das Schulterblatt wieder ausgetreten. Ein Weichteiltrauma ist da nicht weiter verwunderlich. Bis auf ein ausgeprägtes Hämatom der Lunge mit leichtem Hämatothorax konnte man nicht viel erkennen. Das Lungenparenchym ist weitestgehend unverletzt geblieben. Daher auch blos eine operative Übernähung.
Es lohnt sich wirklich nicht, die Bilder zu scannen. So imposant sind die nicht, ein Schusskanal ist nicht wirklich zu erkennen.
Vll. klappts ja nächstes mal…
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Krankenpflege |
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 27, 2009
Aus gegebenem Anlass (Teil 1 und Teil2) und der Tatsache, das ich noch kein bisschen müde bin (00:58 Uhr…) hab ich mal den großen Silbernagel (ultimatives Physiologiebuch für das Medizinstudium), ein Anästhesie-/Intensivmedizinbuch und diverse einschlägige Internetseiten aufgeschlagen um euch die Funktion der Katecholamine am Herz-Kreislaufsystem (das ich als bekannt voraussetze
)näherzubringen.
Katecholamine (das bekannteste dürfte das Adrenalin sein) sind Hormone, die an verschiedenen Rezeptoren (s.u.) eine anregende (aktivierende) Wirkung haben.
Diese Rezeptoren sind die Alpha und die Beta-Rezeptoren.

Die Alpha-Rezeptoren bewirken bei einer Stimulation eine Konstriktion (Verengung) in den Blutgefäßen, so dass es zu einem Anstieg des Blutdrucks kommt.
Die Beta-Rezeptoren werden in Beta1 und Beta2 Rezeptoren unterschieden:
Beta1-Rezeptoren führen zu einer Steigerung der Herzkraft (=positiv inotrop). Daraus resultiert eine Steigerung des Schlagvolumens (Auswurf pro Herzschlag) und somit auch des Herzminutenvolumens (Schlagvolumen x Herzfrequenz).
Beta2-Rezeptoren führen bei Stimulation zu einer Weitstellung der Bronchien in der Lunge und der Gefäße (Blutdruckabfall). Zudem wirken sie positiv inotrop (Herzkraftsteigernd) und regen den Stoffwechsel an.
Man spricht auch von Sympathomimetika, da sie den sympathischen Teil des Nervensystems ansprechen.
Kommt es zu einer sympathischen Erregung (z.B. Stress) werden die systemischen Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin freigesetzt. Diese führen zu Wirkung auf das Herz (Frequenzanstieg) und auf die Gefäße (Konstriktion = Steigerung des Blutdrucks).Es findet eine bessere Durchblutung statt.
Im Falle von Herrn H. hat die Sepsis (Blutvergiftung) zu einem dramatischen Einbruch des Blutdrucks geführt. Die Entzündungsreaktion im Körper hat Stoffe freigesetzt, die nun die Gefäße in der Peripherie weitstellen, so dass kein ausreichender Blutdruck aufgebaut werden kann. Die Therapie besteht natürlich in der Bekämpfung der Erreger, in der Akutphase muss jedoch zunächst der Blutdruck stabilisiert werden, da es sonst sehr schnell zu einem Kreislaufversagen kommen wird.
Um den Blutdruck anzuheben, wurden Arterenol und Dopamin über Spritzenpumen (Perfusor) verabreicht. Die Dosierung liegt im Milliliterbreich, so dass man Katecholamine nicht einfach frei über eine normale Infusion laufen lassen kann.
*bitte beachten*
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Exkurs Physiologie |
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 26, 2009
War heute wieder gucken, wie´s is…
Arterenol und Dopamin jetzt auf der Minimaldosis, quasi um den Blutdruck „anzuschubsen“. Immer noch sediert. Die Ärzte sind skeptisch…
Ist es falsch froh zu sein, nicht derjenige sein zu müssen, der der Ehefrau erklärt, warum es so schnell Berg ab geht…?!?! Ich weiss es nicht…
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 25, 2009
Vor 14 Tagen wurde Herr H. aufgenommen. Polypen im Dickdarm. Es folgte eine Biopsie die ergab, dass es sich um ein Adenom handelt. Bis auf eine COPD war Herr H. bis dato gesund. Nunja, er ließ sich davon nicht unterkriegen und willigte in eine Operation ein. Es sollten Teile des Dickdarms enfernt werden.
Die Op verlief Problemlos und nach einem Tag auf der Intensivstation wurde er wieder zurück auf meine Station verlegt. Alles sah prima aus, er konnte zügig mobilisiert werden. Es gab keine Komplikationen oder Schmerzen. Am vierten Tag (mitlerweile befand er sich im Kostaufbau) dann der erste Rückfall: Nahtinsuffizienz. Wieder OP, Anlage eines künstlichen Darmausgangs, ein paar Tage länger Intensivstation.
Zurück bei uns merkte man ihm die Strapazen der letzten Tage dann doch an. Sowohl physisch als auch psychisch… Als ich Freitag dann zum Nachtdienst kam, wunderte ich mich, warum das Zimmer von Herr H. leer war. In der Übergabe erfuhr ich dann, dass er wieder zurück auf die Intensivstation verlegt wurde. Grund waren anhaltende abdominelle Beschwerden und progrediente Dyspnoe. Diagnose: Ileus und Lungenembolie.
Mehr hab ich erstmal nicht erfahren. Bin dann Nachts mal runter auf die Intensiv um mich zu erkundigen, wie es denn jetzt um ihn steht. Von der diensthabenden Anästhesisten erfuhr ich dann, dass er ziemlich zügig dekompensierte. Grund hierfür: Neben den oben genannten Diagnosen nun auch noch eine heftige Sepsis. Daher erfolgte die notfallmäßige Narkoseeinleitung. Er wurde katecholaminpflichtig (12ml Arterenol 25.000/50ml pro Stunde!!!). Der Diensthabende Chirurg entschied sich für eine Tracheotomie (Luftröhrenschnitt), da von einiger längeren Narkose auszugehen ist.
In den frühen Morgenstunden konnte das Arterenol auf 4 runtergeschraubt werden. Weiterhin sediert mit Disoprivan…
Jetzt heisst es Daumen drücken…!
Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell man an der Schwelle zum Tod sein kann…
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 22, 2009
Der ADAC hat Bilanz gezogen:
2008 flogen die 45 gelben Hubschrauber des ADAC insgesamt 45.043 Einsätze. 6,7% oder 2.837 Einsätze mehr als 2007.
Der RTH „Christoph Europa 1″, zuständig u.a. für den Rettungsdienstbereich, in dem ich tätig bin, flog mit 1.973 Einsätzen knapp an der 2.000er Grenze vorbei.
An der Spitze ist wie jedes Jahr „Christoph 31″ aus Berlin (3.149).
Quelle: ADAC Luftrettung


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Rettungsdienst |
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 22, 2009
Die Prüfung gestern war kurz gesagt, ganz okay. Ich hatte mir einiges Vorgenommen, konnte aber nicht alles durchziehen, da der Patient nach ner guten Stunde schon sehr müde wurde. Daher kam ich nur dazu, ihn zu mobilisieren, bei der Körperpflege am Waschbecken zu unterstützen, Vibrax auf der Bettkante anzuwenden (so ne Art Bosch-Schleifmaschine, die halt vibriert und in kreisenden Bewegungen über den Rücken gefahren wird, um das Sekret in der Lunge zu mobilisieren, damit es besser abgehustet werden kann -> Pneumonieprophylaxe), den PDK Verband zu wechseln sowie Infusionen vorzubereiten und anzuhängen. Dazwischen noch Zimmer aufräumen und sich um die beiden Zimmernachbarn kümmern.
Das dumme war nur, dass ich den ZVK abgestöpselt hatte, damit der Patient mit (weniger) Kabelsalat sich am Waschbecken selber versorgen konnte. Das Risiko dabei ist, dass er durch geronnenes Blut verstopft. Daher hab ich den Katheter nach dem abstöpseln direkt mit 20ml NaCl gespült, was für die Dauer einer Stunde reichen sollte. Am Ende der Prüfung, als ich die Infusionen wieder anschließen wollte, lief der ZVK jedoch nicht mehr! Auch eine Aspiration (mit einer Spritze versuche, Blut anzusaugen, um das Lumen wieder durchgängig zu bekommen) brachte keinen Erfolg. Die Sache war daher so brisant, da meine Prüferin mich beim Abstöpseln noch extra gefragt hatte, was ich denn da machen würde und ob es klüger wäre, die Infusionen weiterlaufen zu lassen.
Im Evaluationsgespräch nach der Prüfung sollte ich dann meine Maßnahme begründen. Da der Patient unbedingt mobilisiert werden sollte (Pflegeproblem Nummer 1) stand für mich auch die Bewegungsfähigkeit ganz vorne. Also „Kabelsalat ab“. Dazu kommt, dass das Risiko eines Verschlusses innerhalb einer Stunde relativ gering ist und weiterhin keine akut wichtigen Medikamente über den ZVK laufen (nur Ernährungslösung).
Sie war mit meiner Rgumentation einverstanden aber ein fader Beigeschmack blieb bei mir hängen. Ich hab dann mal vorsichtig nach ner Note gefragt und als ANtowrt kam „oberer Bereich, Zweierbereich“. Damit kann ich ja zufrieden sein. Praktisch wird 60% bewertet, jetzt muss ich bis spätestens Montag noch die Pflegeplanung abgeben (die restlichen 40% der Note).
Was mir aber richtig Bauschmerzen bereitet hat ist, dass mein Chef etwa eine Stunde nach der Prüfung auf Station kam um mit meiner Praxisanleitung zu reden. Dabei begrüßte er mich überhaupt nciht sondern ging an mir vorbei. Dann saßen die beiden im Pausenraum und immer wenn ich daran vorbeikam guckten die mich an.
Auf Hochdeutsch: Scheiss Situation! Ich hatte Schiss… Aber so richtig! Worüber reden die, über mich? Aber warum holen die mich dann nicht dazu!?!?
Das Gespräch dauerte fast eine 3/4 Stunde. Dann ging mein Chef. Und was war? Es war etwas privates. Kein Wort über mich… Durchatmen!
Psychisch ist so ein Prüfungstag eh schon ziemlich fordernd. Und wenn dann noch der Chef kommt und man nicht weiss warum… die Hölle!!
Aber alles gut gegangen, jetzt noch die Pflegeplanung schreiben und dann krieg ich nächste Woche die Note…
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 19, 2009
Heute hab ich frei, so richtig genießen kann ich das aber nicht denn Mittwoch steht eine praktische Prüfung an. Zum Abschluss der integrierten Ausbildungsphase möchte meine werte Kursleitung doch nochmal gucken, wie ich mich so mit Patienten herumschlage umgehe.
Die erste Frage die sich mir da stellt, welchen Patienten nehme ich überhaupt?!?! Diesmal liegt der Schwerpunkt nämlich nicht auf der Grundversorgung sondern auf der „medizinischen Pflege“, d.h. Verbände, Medikamente, Infusionen etc. . Die Planung für die Prüfung getaltet sich in so fern schwierig, als das ich noch keinen wirklichen Patienten habe. Gestern hab ich im Spätdienst mit einem jungen Mann gesprochen, dem heute ein ca. 8 cm großer beningner (gutartiger) Tumor ausa der Lunge entfernt wird. Er wird wohl bis morgen auf der ITS überwacht werden und dann wieder zu uns auf Station zurückverlegt. So der Plan. Das wäre ideal, denn so könnte ich den Verband der Thoraxdrainage und des ZVK´s erneuern, wodurch ich schonmal viele Punkte sammeln könnte. Zudem wird er evtl. einen PCA-Perfusor (Patient Controlled Analgesie – auf Knopfdruck gibts einen Bolus Schmerzmittel) haben, den man bestücken kann usw. . Also da wird bestimmt einiges machbar sein, nur ist halt noch nicht sicher, ob er wirklich nur einen Tag auf der ITS bleibt. Seine Einwilligung hab ich aber auf jeden Fall schonmal. Immerhin ein Anfang…
Morgen hab ich aber noch einen Tag, mir evtl. einen anderen Patienten auszusuchen. Dazu muss ich dann morgen noch die drei wichtigsten Pflegeprobleme des Prüfungspatienten (z.B. Immobilität, Schmerzen, Gefahr der Wundinfektion) in einer Pflegeplanung bearbeiten und die dann für den Patienten am Tag nach der Prüfung ausführlich ausarbeiten und abgeben. Das wird auch noch einiges an Arbeit werden. Das was mich so nervt ist, dass man im Prinzip erst einen Tag vor der Prüfung den Patienten kennen lernt und dann alles organisieren muss.
Im Examen wird´s aber genauso ablaufen. Werd mich also damit abfinden müssen… 
Drückt mir die Daumen
!
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Verfasst von krankenhausblogger
Januar 17, 2009
Hab vorhin die Info erhalten, dass jetzt 2 unser 3 RTW´s mit dem neuen EKG Corpuls³ ausgestattet sind. Da schlägt einem das Herz höher!


Viele pathologische EKG Veränderungen werde ich mit Sicherheit nicht erkennen (bin ja schließlich kein Arzt, zumindest noch nicht
) aber ein paar simple Sachen wie TAA, eine ausgeprägte ST-Hebung oder ein AV-Block sind bei guter Qualität denke ich drin. Therapeuthische Konsequenzen hat das für mich zunächst ein mal nicht, dafür kommt ja dann der NA
.
Allerdings überlege ich jetzt schon etwas mehr, ob ich mir das Buch EKG für Isabelle jetzt doch holen soll. Mehr Infos´s zu diesem wirklich guten Buch (man hört den Namen bei Famulanten/PJ´lern/jung Assis ständig) gitbt´s hier.
Heute wäre auch die Einweisung nach MPG (Mediziproduktegesetz) und auf den neuen ITW sammt Geräte gewesen, davon wusste ich jedoch leider nix. Daher muss ich noch gucken, wann ich das nachhole. Die Informationskette ist sogar so gut, dass der RTW schon vor ein paar Tagen bei Schichtbeginn Status6 gehen musste (nicht einsatzbereit), da von der ablösenden Besatzung keiner wusste, dass das neue EKG jetzt auf dem RTW vorhanden ist
.
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Verfasst von krankenhausblogger