Wer Läuse hat, kann auch Flöhe haben…

Dezember 30, 2008

Folgende Situation:

Eine Patienten (~70 Jahre alt) wurde am zweiten post-OP Tag von ITS (Intensivstation) auf unsere Station (ACH = Allgemeinchirurgie) verlegt. Bei ihr wurde ein Pancoast-Tumor operiert, bei dem u.a. mehrere Rippen bzw. Rippenteile resiziert wurden. Die Patientin hatte noch eine Thoraxdrainage (Bülau-Drainage), einen Blasenkatheter, einen ZVK (zentraler venöser Zugang, der direkt vor dem Herzen mündet) und wurde parenteral Ernährt (d.h. mit Nährlösungen, also keine orale Nahrungsaufnahme). Wasser und Tee durfte sie selbstständig trinken. 4 Liter Sauerstoff liefen immer über eine Nasenbrille, ohne den es zu leichter Dyspnoe kommen würde. Ihr Allgemeinzustand konnte man als schlecht beschreiben. Mobilisiert werden konnte sie noch nicht. Vorerkrankungen waren bis auf das Lungen-CA keine relevanten bekannt. Normalerweise bleiben solche Patienten noch ein oder zwei Tage länger auf ITS, die brauchten jedoch Platz für “kritischere” Patienten und OP´s.

Der Ehemann war sehr nett und kam jeden Tag für mehrere Stunden vorbei. Ich traf ihn auf dem Stationsflur, wo er sich verabschiedete und noch anmerkte, dass seine Frau momentan auf der Bettpfanne wäre und gleich wohl Hilfe benötigen würde.
Nach ca. einer viertel Stunde klingelte es in ihrem Zimmer und ich ging hin. Die Pat. lag massivst luftnötig im Bett, hatte sich selbst per Bettgalgen von der Bettpfanne abgehoben. Sie konnte kaum reden, so stark war die Luftnot. Ich hob sofort das Kopfteil an wobei mir auffiel, dass der Sauerstoffschlauch in ihrem Rücken abgeklemmt war. Also ordnete ich den Kabelsalat wieder und redete die ganze Zeit beruhigend auf die Frau ein. Nach kurzer Zeit besserte sich die Symptomatik etwas, also ging ich kurz raus, informierte die Stationsschwester, was geschehen war und fragte ob ich sie mobilisieren dürfte, da das heute eh geplant war und ich sie so auch besser waschen könnte (es war einiges “daneben” gegangen).
Ich durfte, also schnappte ich mir die Waschsachen und ging ins Zimmer zurück. Mitlerweile war nur noch eine leichte Dyspnoe vorhanden. Also bezog ich die Bettwäsche neu und gab ihr so noch etwas Zeit zum Ausruhen bis zum Aufstehen. Sie fühlte sich dazu in der Lage, die Luftnot war stetig besser geworden. Schmerzen gab sie nur in dem Bereich der Brust an, an dem sie operiert worden war. Der Blutdruck war auch okay, also half ich ihr beim langsamen aufstehen und führte die pflegerischen Aufgaben durch (hier erspare ich euch einige Details… ;-) ).
Insgesamt lief das ganz gut und nach fünf Minuten war ich fertig und half ihr zurück ins Bett. Sie war jetzt etwas erschöpft und wollte etwas schlafen.

Das ganze war so gegen 16 Uhr.

Am nächsten Tag kam ich zum Frühdienst und erfuhr in der Übergabe, dass die Patienten um 21 Uhr wieder luftnötig wurde, sie auf die kardiologische Überwachungsstation verlegt wurde und nach einer weiteren Stunde in die Uniklinik. Herzinfarkt (NSTEMI= Keine EKG Veränderungen, aber laborchemische Marker [Troponin I] positiv). PTCA.

Ich hab mir schon einige Vorwürfe gemacht, da ich an diese Kombination hätte denken müssen: Anstrengung, Z.n. größerer OP, Immobilität + Risikofaktoren, Symptomatik.
Ich hab die Schmerzen in der Brust jedoch nur auf die OP Wunde bezogen und nicht weiter nachgedacht, was sonst noch Grund für die Zustandsverschlechterung gewesen sein könnte. Allerdings waren diese Schmerzen auch nicht stärker als sonst auch. Der Infarkt hätte also auch erst um 21 stattgefunden haben können. Das wird man nicht mehr rausfinden können.
Von der Stationsleitung hab ich auch keine weiteren Anweisungen erhalten (als ich sie über die Dyspnoe etc. informiert hatte). Das lasse ich aber nicht als Argument gelten. Alle haben mir bescheinigt, richtig gehandelt zu haben aber ärgerlich ist es doch, da eine Therapie schneller hätte eingeleitet werden können, wenn nochmal Blutwerte kontrolliert worden wären.

Was man (ICH!) daraus lernt: “Wer Läuse hat, kann auch Flöhe haben…”


“Komm´isch jetzt in Fääährnseehn?”

Dezember 29, 2008

Ne, nur ins Radio. War heute in der Stadt und bin vom WDR-Rundfunk “interviewt” worden, was ich denn bei der Kälte (~0°C) so mache… Tolle Frage.


Geschenke – Teil 2

Dezember 28, 2008

Weihnachten ist vorbei aber es wird fleissig weitergeschenkt, nämlich Freiheit ;D (siehe vorherigen Beitrag).

Heute Zwischendienst gemacht und durfte trotzdem 5!! Stunden früher nach Haus! Jetzt hab ich 5 Tage frei und dann wieder das Wochenende Dienst.
Zwischen den Tagen kommt bestimmt noch der ein oder andere Beitrag…


Geschenke, Geschenke, Geschenke…

Dezember 25, 2008

Da meint man, dass Heiligabend und somit auch die Schenkerei vorbei ist, da wird mir doch tatsächlich heute die Freiheit geschenkt! Spätdienst auf Station. Wir sind zu dritt und haben 7 Patienten. Eine Aufnahme hab ich gemacht, dann durfte ich um halb fünf verschwinden! Über 4 Stunden vor dem regulären Dienstende! Und der nächste Knaller, morgen hätte ich Frühdienst, hab aber KOMPLETT freibekommen. Einfach so… Frohe Weihnachten also :D .

Apropos Geschenke, was hat der Weihnachtsmann euch so gebracht? Bei mir gabs u.a. ein Armband, Emergency Room (Staffel 12), Laufhandschuhe von adidas, Glenfiddich Single Malt Whisky (13 Jahre alt), eine externe Festplatte, ein Thermobecher von Starbucks. Und halt Freiheit… ;-) !


Wünsche, Wünsche, Wünsche

Dezember 23, 2008

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs Frohe Weihnachten! (und natürlich auch allen anderen hmmm... )

Genießt die Zeit mit eurer Familie…

frohe-weihnachten


Z.n. Frei

Dezember 22, 2008

“Z.n.” ist in der Medizin die Abkürzung für “Zustand nach” (z.b. Z.n. Herzinfarkt etc.). Ich habe Zustand nach Frei. Und zwar vier Tage frei. Umso schlimmer ist es dann, sich für die Arbeit zu motivieren, zumal von den nächsten 7 Tagen auch noch 3 auf Weihnachten fallen. Glücklicherweise hat das mit den Spätdiensten geklappt, so dass Abends noch Programm absolviert werden kann (Familie, Party etc.).

Zum heutigen Dienst erschien ich (natürlich wie immer) überpünktlich und ordentlich gekleidet. Wenn auch unvollständig. Denn, ich habe mal wieder meine Uhr verlegt/verloren/verschlampt… wie auch immer, sie ist weg. Ist jetzt schon das zweite mal. Glücklicherweise habe ich für die Arbeit so ne 10€ Billig-Casio aus´m Kaufhof. Ist nunmal ein Arbeitsgerät. Dumm, wenn man dafür mehr ausgeben würde. Dumm auch wenn man selber Dumm ist und ständig Uhren verlegt. Meine Theorie ist, dass ich sie in die Tasche meiner Arbeitsbekleidung gesteckt hab und diese dann in den Wäschesack verfrachtet habe. Mitsamt Uhr. Naja, wofür gibt´s vom Arbeitgeber Weihnachtsgeld?? Rolex ich komme… -oopss

Hab heute die Stationsschwester gefragt, ob ich eine Seite alleine machen darf (11 Patienten). Da fängt man sich natürlich erstmal doofe Blicke… Aber Spaß gemacht hat es, wenn man mal selber verantwortlich ist und erster Ansprechpartner ist. Zur Belohung durfte ich dann eine Stunde früher die Biege machen. Das gut, weil morgen Frühdienst. Wechsel zwischen Spät-/ und Frühdienst ist kurz. Kurz = doof. Aber da muss ich morgen durch.

Fast hätt ich noch vergessen, dass ich heute die schlechteste Übergabe meiner “Karriere” miterleben musste durfte.  Die hälfte der Patienten waren der Schwester nicht bekannt, sie wusste nicht wer wo in welchem Zimmer lag und wer grad im OP war bzw. wohin kommt oder wer entlassen/verlegt wird. Desweiteren wurden ärztl. Anordnungen nicht ausgearbeitet und durchgeführt, das durfte dann alles der Spätdienst der Schüler (ICH) machen. Knaller war aber das Krankheitsverständnis. Ich war vier Tage nicht da (ihr wisst schon, Zustand nach…) und wollte wissen, was operiert/gemacht wurde, damit ich mir Notizen machen kann (Sinn und Zweck einer Übergabe). “Ja die kommt mit Blinddarmentzündung, ist operiert worden (offen, nicht laparoskopisch), da muss noch´n Abstrich von der Wunde gemacht werden, hab ich nicht geschafft. Musst mal gucken auf welcher Seite die Wunde ist…” Hallo? Anatomie? Zur Erklärung für die Nichtmediziner die hier lesen: Der Blinddarm liegt beim Menschen immer rechts:
appendix1

Sowas muss einfach da sein, dass sind Basics!
Insgesamt machte die Gute einen sehr “unwissenden” Eindruck…

Naja, sei´s drum, der Dienst war okay…

Wie die Weihanchtsdienste waren, schreib ich dann am Wochenende.


Neuer RTW

Dezember 18, 2008

Ab dem 1.1.2009 kommt ein neuer Einsatzbereich, d.h. eine neue Wache mit einem RTW und einem KTW,  in die Obhut der Hilfsorganisation, in der ich tätig bin. Und wie ich kürzlich erfahren habe, bekommen wir wohl einen neuen RTW auf Mercedes Sprinter Basis mit Kofferaufbau. So ähnlich wird er wohl aussehen:

So oder so ähnlich...

Desweiteren soll wohl auch ein EKG/Defi vom Typ Corpuls³ mit an Bord sein. Ich habe schonmal in einem älteren Beitrag über dieses Gerät geschwärmt:

corpuls3

Ich bin gespannt…


Von Statistiken und Studien

Dezember 18, 2008

Wie ich grade gesehen habe, wurde gestern (17.12.) der Besucherrekord meines Blogs auf einen neuen Höchstwert geschraubt! Dafür danke ich all den Lesern, die sich frei-, unfall-, oder ganz willig auf meine Seite verirrt haben… Bald werden es Millionen sein! Es ist nicht mehr aufzuhalten… -oopss Grinnnss!

Wie dem auch sei, ich wollte euch kurz die Studie näherbringen, von der ich einiges halte. Hier die Ultrakurzfassung:

Atemwegsmanagement bei Reanimation

Das ersteintreffende Rettungsmittel stellt einen Kreislaufstillstand fest.
Der 2. Mann fängt sofort mit der Herzmassage an (bis 100 mal).
In der Zeit hat der 1. Mann Zeit, die Atemwegshilfe auszupacken und einzuführen.

Die Atemwegsmittel sind entweden die Larynxsmaske (siehe auch Glossar) oder der Larynxtubus.
Welches dieser Mittel der Anwender zur Verfügung hat, steht erst beim öffnen der nicht durchsichtigen Verpackung fest.
Er hat nun 2 Versuche, das Hilfsmittel zu platzieren. Schafft er das nicht, wird in den Standardalgorithmus der ERC gewechselt (= Maskenbeatmung/Thoraxkompression 2:30).
Die richtige Platzierung der Hilfsmittel lässt sich u.a. dadurch feststellen, dass sich der Brustkorb hebt, kein Luftentweichen (Leckage) zu hören/fühlen ist und der Beatmungsdruck niedrig ist.
Nach dem Einsatz ist auf der Wache ein Sonderprotokoll auszufüllen, wo Erfahrungen etc. festgehalten werden können

Meine Meinung zu dem Thema ist folgende:
Ich finde es klasse, dass nun endlich alternative Atemwegsmittel auf den RTW/NEF vorhanden sind. Bisher war es so, dass nur Maskenbeatmung oder Intubation möglich waren. Die Maskenbeatmung ist mitunter extrem schwierig, oder auch unmöglich und erfordert einiges an Erfahrung und auch Übung. Gleiches gilt für die Intubation. Zudem führt eine Maskenbeastmung bei Kreislaufstillstand auch immer zu einer Belüftung und damit Blähung des Magens, da der normale Verschlussdruck des “Magensphynkters” (Verschluss zwischen Speiseröhre und Magen) beim kreislaufsuffizienten Patienten 20 mmHg beträgt, also eine gute Maskenbeatmung möglich macht, bei Kreislaufstilstand jedoch innerhalb von Minuten auf fast null fällt und somit eine Mageninsufflation nicht zu vermeiden ist. Auch nicht bei perfekter Technik.
Die Intubation erfordert gleichauf hohe Fertigkeiten und es kann mir keiner weissmachen, dass ein hauptamtlicher RA Routine in der Intubation hat. Zumal präklinisch die Bedingungen weitaus schwerer sind, als sie es im OP sind.

Mit der Larynxmaske habe ich im OP gute Erfahrungen machen können, bzw. dürfen. Ich konnte einige dutzend bei Erwachsenen als auch bei Kleinkinden legen und habe ausnahmslos ALLE dicht gekriegt. Also quasi Idiotentest bestanden Top.
Es gibt verschiedene Techniken, letzendlich zählt nur die Effektivität. Mit dem Larynxtubus habe ich keine Erfahrungen.

Ich bin gespannt, ob auch unsere Wachen an der Studie teilnehmen. Ach ja, die Hilfsmittel dürfen nur dann vom RA angewendet werden, wenn er vorher eine Einweisung und praktische Übung erhalten hat. Ich dürfte das also nicht…
Aber die Praxis sieht mitunter anders aus…


Lagebericht, der zweite…

Dezember 18, 2008

Heute wieder Spätdienst gehabt, der letzte vorerst, jetzt gibts erstmal vier Tage frei. Schön Geschenke kaufen (auch welche für mich ;-) ), chillen und evtl. mit einem ersten “Blogbeitrag Pathophysiologie” anfangen.

Der Dient fing an wie die letzten beiden auch. Halbes Stündchen Übergabe, dann Antibiosenrunde. Viele Antibiotika gibt es mehrmals täglich (z.B. 7, 14, 21 und 4 Uhr). Zum Glück hatte der Frühdienst es geschafft, alle vorzubereiten, daher schnell die 5 Infusionen geschnappt, Patienten überprüft und angehangen. Dann Antibiosen für Nachtmittags und Abends vorbereitet. Einige Antiobiotika liegen als Trockensubstanz in einer Glasflasche vor, so dass man erstmal über eine Art Steckverbindung diese Flasche mit steriler Kochsalzlösung füllen muss. Das ganze kann bei insg. 36 Pat., von denen mehr als die Hälfte AB (Antibiose) erhalten muss, schonmal gut und gerne 20 Minuten dauern. Dann kurz Verbrauchsmaterial auffüllen, Botengänge erledigen und, natürlich, das Hauptgeschäfft, die Patienten. Denen fiel heute nix besseres ein, als ohne Unterlass und Gnade für den armen Krankenhausblogger, besagte zu drücken, so dass ich permanent auf den Beinen war. Die Praktikantin, die mit mir Dienst hatte, ist erst 16 und konte nicht wirklich helfen, obwohl sie schon seit 2 Monaten auf Station arbeitet (und wegen Jugenschutz bla bla auch um 20:00 Feierabend hat haben muss).
Wie dem auch sei, ich komm immer besser zurecht, weiss jetzt wer wann und wie mobilisiert werden darf etc. . Krönung war dann eine junge Pat. (15 J.), die vorgestern mit unkl. abdominellen Schmerzen kam, V.a. Appendizitis. Verlauf war aber soweit unauffällig, so dass heute ein Gyn-Konsil geplant war, was auch relatib spät stattgefunden hat (ca. 17 Uhr). Sie sollte trotzdem weiterhin nüchtern bleiben, für Infusionen hatte ich gesorgt, dass wenigstens das Durstgefühl nicht ganz so stark war. Um halb 8 abends kam dann das Okay vom Arzt, was essen zu dürfen. Auch toll von denen, das um die Uhrzet zu entscheiden, dass hätte auch wesentlich früher gehen können. Aber das ist nunmal Krankenhaus. Punkt.
Lieb, nett und voller Mitleid für die arme Patientín bin ich sogleich in die Küche gestiefelt, um das tollste Schonkostessen zu kreieren, was mein Krankenhaus (respektive die Pat.) je zu Gesicht bekommen hat. Als da wären: 3 Scheiben Weißbrot, Schmierwurst und Schmierkäse div. Sorten zur Auswahl, 2 Babybel (dieses Käsezeug, wollt ich mir eignetlich selber reinziehen), ein Joghurt, Maragarine und eine Marmelade (jaja, so richtig Schonkost ist das nicht, so richtig krank ist die Patientin aber auch nicht). Dazu einen heißen Tee (sebstverstänldich hab ich auch direkt mehrer Sorten mit ins Zimmer genommen, damit sie sich den leckersten aussuchen konnte).
Ich betrete mit einem breiten Grinsen das Zimmer und spekuliere schon, wie sie mir wohl ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen würde, angesichts dieses Festmahls und der Tatsache, einen ganzen Tag lang nix zum beißen gehabt zu haben. Welch Festschmaus. Ich kredenze das exquisite Menue auf den Tisch und sehe plötzlich auf einer Tüte ein großes goldenes M. Gleichzeitig vernehme ich ihre Stimme, die da sagt: “Neeeeee, mag ich nicht. Aber macht nix, meine Freunde haben mir was von McDonald´s mitgebracht.”
Keks

Ja ne, is klar Schätzelein…
Ich wünsche mir, ich dürfte ihr die Thrombosespritze doch geben, aber nicht mit ner kleinen Subcutannadel, sondern mit so einer wie der Perfusorspritze…
Die pikst nicht, die stanzt richtig Löcher… *MUAHAHAHAHA*
Bevor ich ganz den Verstand verliere, vergesse ich all meine laut neuem Krankenpflegegesetz verlangte Aufklärungsarbeit und verlasse mit den Worten “Hau rein!” den Raum.
Falls sie kotzt, dann im Nachtdienst… mir Schnuppe. Aber sowas von. Ich hab Frei!

Joar, nach dem Aufreger, durft ich ne knappe Stunde früher gehen. Also schnell umziehen und ab zur Uniklinik, da wartet eine Rettungsdienstfortbildung. Ist zwar schon halb 9 und Anfang war um 5… aber vll kriegt man ja noch ne Bescheinigung. 3 km weiter im Hörsaal der Uni ein paar Kollegen getroffen, einen Vortrag über eine neue Studie zum Atemwegsmanagement bei Reanimation bei uns im Kreis/Stadt gehört und eine Bescheinigung über 1/2 5 STUNDEN kassiert! Genau die fehlten mir, jetzt hab ich 30 Stunden und darf also nächstes Jahr weiterfahren, ohne erst Stunden nachholen zu müssen. Klasse. Balsam für die Seele. Ich überlege nach McDonald´s zu fahren…

Letzendlich lande ich bei meinen Eltern und kriege eine Tasse Tee.


Lagebericht Chirurgie

Dezember 16, 2008

Nabend!

Der zweite Spätdienst auf der Allgemeinchirurgie liegt hinter mir. Wird also Zeit, erste Eindrücke niederzuschreiben. Nachdem ich mir gestern erstmal meine Dienstklamotten aus der Schule geholt hab, bin ich hoch auf Station und in die Schwesternkanzel. Ein paar Leute kannte ich schon, dem Rest hab ich mich dann vorgestellt. Ganz so, wie es sich gehört.
Das ist ein eisernes Prinzip, ich stelle mich jedem vor, da kann es grade am Anfang mal vorkommen, dass ich mich bei ein und demselben gleich zwei mal vorstelle. Aber lieber einmal zuviel, als gar nicht. So werden z.B. auch zu den Ärzten erste Kontakte geknüpft, was die Chancen auf eine gute Zusammenarbeit ungemein erhöhen können. Den Rest des Beitrags lesen »