Fortsetzung folgt… (2)

November 30, 2008

So, habe grade den Bericht zur Schicht am Donnerstag nachgereicht. Fehlt nur noch der von gestern, den ich aber erst morgen schreiben werde, da wir heute Nacht RICHTIG geärgert wurden. Insg. nur rund 2 Stunden geschlafen. Werd jetzt noch was chillen… Ich komm immer noch nicht ganz klar.

P.S.: Hier fährt grad wieder das NEF vorbei, ich kann dieses Tatütataaa nicht mehr hören… dagegen


Donnerstag – 24h RTW – Teil 3

November 30, 2008

7.40 Uhr
„Notfall 1, akutes Abdomen“
Ich fahre noch mit dem RA aus der letzten Schicht, die Ablösung hat verpennt. Auf halber Strecke zum Auto merke ich, dass ich den Autoschlüssel vergessen habe. Also nochmal hoch, mitlerweile alarmiert die Leitstelle ein zweites mal. Fängt ja gut an, bin noch etwas verpeilt und müde…

Nach knapp 10 Minuten sind wir da. Die Anamnese ergibt ein bekanntes „Blasnesteinleiden“, die Schmerzen hätte er vor 1 Jahr schonmal gehabt. Ich messe unauffällige Vitalzeichen, die Schmerzen werden aber etwas stärker. Ich biete an, einen Notarzt zur Analgesie nachzufordern, der Pat. verneint, er wird es schon aushalten… Ich melde den Pat. telefonisch in der nächsten Urologie an. Den Rest des Beitrags lesen »


Fortsetzung folgt…

November 28, 2008

Ich bin heute nicht dazu gekommen, über die gestrige RTW-Schicht zu berichten, werde daher am Sonntag direkt mit einer Doppelfolge aufwarten, da ich morgen wieder 24h Dienst habe ;-)


Dienstag – 24h RTW – Teil 2

November 26, 2008

Erstmal per Fahrgemeinschaft zur Wache, der RA holt mich nämlich ab und auch die Praktikantin, die heute mitfahren soll. Medizinstudentin, die im Rahmen einer Notfallfamulatur zwei mal 24h mitfahren darf.

Diesmal fahr ich auf der Wache, auf der ich mich wegen der Ortskenntnis am wohlsten fühle. Dafür sind es aber auch im Schnitt meist um die 8 Einsätze. Die Vorschicht erscheint merkwürdig fit. Der Grund: Durchgeschlafen. Letzter Einsatz 19 Uhr. Warum passiert mir sowas nie? Ich fahr zwar immer meistens gerne Einsätze, die aber bitte nicht mehr nach 22 Uhr.

Blöd nur, dass wir heute den Ersatz RTW haben. Eine richtige Schrottkarre. Vom Patientenraum zwar mit dem Regel-RTW identisch, jedoch fahrtechnisch ein Wrack. Über 210.000km, eine Federung die ihrem Namen alle Ehre macht, sie potenziert jedes Schlagloch, jede Bodenwelle zur Sprungschanze und ist so eine Tortour für Patient und Kollegen. Zudem ist die Gangschaltung ein Witz. Naja, ärgern hilft nix. Also Melder übernommen und Auto checken gehen…

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Brauche Hilfe!

November 24, 2008

Wie ihr im letzten Blogeintrag gesehen habt, habe ich den Beitrag nicht unterteilt… weil ich es einfach nicht hinbekomme. Wisst ihr wie ich einen „read more“ bzw. „weiterlesen“ Button kriege, damit nur die ersten 10 Zeilen oder so auf der Hauptseite zu sehen sind und man durch klick auf den Button den gesammten Beitrag aufklappen kann?

Vorschläge bitte unter den Kommentaren oder direkt an krankenhausblogger@gmx.de

Vielen Dank für eure Hilfe!!


Sonntag – 24h RTW – Teil 1

November 24, 2008

So, nach einer viel zu kurzen Nacht geht´s wieder los.

24 Stunden Dienst auf der, ich nenn sie mal, Aussenwache. Um viertel vor 7 auf der Wache aufgeschlagen, genauer gesagt vor der Wache. Denn der RTW ist raus und ich hab keinen Schlüssel. Toll. Also erst mal auf der Leitstelle anrufen, die sollen doch bitte den Nacht-KTW rausklingeln, bevor ich erfriere (0°C).

Dann kommt der Kollege, ich kenne ich noch nicht, macht aber einen netten Eindruck.

Der RTW kommt rein, 5 Einsätze nach 0 Uhr!! Ich kriege Angst… ;-)

Melder übernommen und erst mal das Auto checken. Kollegen hatten aber schon gut aufgerüstet, es müssen nur ein paar Viggos und die Ampulle Alupent ersetzt werden, die ich beim checken geschrottet habe. :D

Rauf in die Küche, Cappuccino schlürfen, bis´l Kommunikation mit der Nachtschicht und dann, wie es sich gehört, ab auf die Coach.

Es dauert bis halb 12, bis der erste Einsatz kommt.

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Es geht wieder los…

November 22, 2008

… mit der Profirettung ;-)

Morgen hab ich meine erste RTW-Schicht seit Juni. Grund war diese äußerst unangenehme und schmerzhafte Schulter-OP.

Meine HiOrg hat 2 Wachen und ich fahre diesmal erst zum zweiten mal auf einer dieser Wachen. Da ich mich auch privat so gut wie nie in dieser Stadt herumtreibe, habe ich so gut wie keine Ortskenntnis. Zum Glück fahre ich mit einem Kollegen, der grade seine zweite Schicht bei uns hat und sich auch genau 0 auskennt… -oopss
Daher habe ich mich gestern mal hingesetzt und alle Krankenhäuser, die ich nicht kenne und die transportrelevant sind, mit Adresse rausgeschrieben um damit morgen direkt nach dem Fahrzeugcheck das Navi zu füttern. Besser ist das…
Die Uniklinik und die 3 Krankenhäuser der Nachbarstädte in denen ich in der Regel fahre sind natürlich bekannt. Es sind nur 3 zusätzliche Krankenhäuser, in denen ich erst ein paar mal bzw. noch nie gewesen bin

Glücklicherweise ist die Wache von den Einsatzzahlen nicht so weit vorne (im Schnitt am Wochenende würd ich so um die 5 Einsätze auf 24 Stunden schätzen), also grade richtig um wieder „rein zu kommen“.

Mehr zu der Schicht wird´s dann Montag geben.

Schönes, weißes Wochenende… (Hier liegen schon mehrere cm Schnee!!)


Wie es duftet!

November 20, 2008

Jaaa, ein Hauch von Weihnachten weht durch meine Wohnung… ;-)

Hab nen Kuchen und Muffins gebacken, dazu gibt es noch ne Schüssel mit Haribo-Zeugs und Kinderschokoriegel. Schließlich wollen über 25 hungrige OP- und Anästhesie-Pflegekräfte und mehrere Ärzte mit Süßem versorgt werden, nachdem sie mir einen 4 Wochen langen, super schönen, interessanten und lehrreichen Einsatz beschert haben („beschert“, langsam wirds echt Weihnachtlich, ein Nachbar hat sogar schon den Fensterschmuck á la Sternchen, Lämpchen und Schneespray aufgefahren! Vollidiot…! [Danke Poldi, für diesen treffenden Kommentar :-) )


OP-Pflege, Tag 2

November 18, 2008

So, am zweiten Tag fings genauso an, wie auch am ersten, d.h., noch mehr Krankmeldungen. Insgesamt fehlen jetzt 5 Kräfte, +3 im Urlaub. Für mich bedeutet das, rein ins kalte Wasser, kaum Chancen auf eine ausführliche Anleitung.

Also wieder Kittel zumachen, steril anreichen, Geräte anschließen und Material auffüllen. Und bloß nicht näher als 34875678934 Meter in einem 10 qm großen OP-Saal an den Instrumententisch kommen… *grrr*.
Ja, ich weiß, dass alles neu gedeckt werden muss, wenn da jmd. dran kommt aber ich bin NICHT DUMM!
Und wenn ich sehe, wie nah manche Schwestern und Ärzte… ich will gar nicht weiterschreiben.

Die erste Patientin heute morgen war ein kleines Mädchen, 8 Jahre jung, aus Angola. Dort hatte sie sich vor einige Monaten die komplette vordere und seitliche Thoraxpartie verbrannt ( ~20% KOF). Armes Ding… :-(
Die Halspartie war auch verbrannt, jedoch mitlerweile vollständig granuliert und durch das Narbenkelloidgestrafft. Die Haut zieht so den Unterkiefer herunter, sobald das Mädchen den Kopf hebt. Man kann sich das so vorstellen, als wenn man das Kinn auf die Brust legt und das Kinn mit dem Brustbein vernäht. Das macht natürlich eine Reklination des Kopfes unmöglich, d.h. erschwerte/unmögliche konventionelle Intubation. Begriffe wie Fiberoptische Intubation etc. fielen, doch dann kam der Chefarzt, und steckte den Tubus einfach blind in die Trache… beeindruckend.

Aber bei einer solchen Patientin ist die Medizin erstmal nebensächlich, bei so einem Anblick blutet einem das Herz. Aber zum Glück konnten Kontakte in unser Haus zur Plastischen Chirurgie geknüpft werden und dem Kind so geholfen werden. Das wird zwar noch ein weiter weg aber die ersten Schritte sind getan.

Als nächstes noch ein Beispiel der Ignoranz von Ärzten gegenüber Pflegekräften bzw. Schülern. Bei Patienten, die eine OP in Lokalanästhesie bekommen, wird manchmal Midazolam (Dormicum) zur Sedierung (Beruhigung) gespritzt. Eine Ampulle enthält 1ml mit 5mg Wirkstoff. Die Herren Doctores möchten das in einer 2!! ml Spritze aufgezogen haben. Hab ich gestern auch gemacht. Und dann durfte ich mir unter den sterilen Tüchtern einen abwürgen, um (Zitat) „2 Teilstriche“ zu injizieren. So ein Blödsinn. Das ist unnötige Millimeterarbeit. Ich schlaues Kerlchen (Achtung! Ironie!) geh also heute hin und zieh den ganzen Kram in einer 10 ml Spritze + 9 ml NaCl auf. Der geneigte Leser mit Mathe-Leistungskurs errechnet nun folgende Dosierung:

1ml/5mg WIrkstoff + 9 ml NaCl (zum Verdünnen) = 10ml mit 5 mg Wirkstoff = 1ml mit 0,5 mg bzw. 2 ml mit 1 mg Wirkstoff

Somit kann man gemütlich 2 ml spritzen, um 1 mg Dormicum in den Patienten zu kriegen (Das ist die Standarddosis am Anfang, wenn auch bei den meisten Patienten eher homoöpathisch/aber cave!: alte Patienten kann man auch mit wenig Dormicum wunderbar abschießen). Alles also ganz easy, große Skalierung und so. Haste fein gemacht, denk ich. Denkt aber nicht Frau Doktor. „WAS IST DAS? DAS SPRITZE ICH SO NICHT!“
Muss wohl ziemlich blöd geguckt haben, hab dann aber einen Erklärungsversuch gestartet, der grandios in völliger Ignoranz seitens der Studierten endete. Gut, dann eben nicht, nochmal alles neu aufgezogen und den Spruch „Man muss das immer so machen, wies immer gemacht wurde.“ im geiste kopfschüttelnd vollkommen ignoriert.

Bei sowas brauch ich selber was zu Sedierung….

Als Anästhesist rechnest du dich an Katecholaminen und Perfusoren dumm und dämlich und für Frau Chirurgin ist das kleine Ein-mal-Eins ein Kündigungsgrund. *grrr*


5-0 Prolene bitte!

November 17, 2008

So, der erste Tag (nach drei traumhaften Wochen in der Anästhesie) habe ich heute hinter mich gebracht und ich kann euch sagen, es war ne ziemliche Umstellung.

Nix ist mehr mit Patientenkontakt, hier wird im Akkord gearbeitet. Denn ich bin jetzt für 5 Tage in der OP-Pflege. Das heisst: Patienten auflegen, Anästhesie (Love) abwarten, lagern, steril abdecken, Material steril anreichen, sterile Kittel zumachen, steril Material anreichen und…, hab ich schon erwähnt das ich steril Material anreichen muss? ;-)
Ach ja, wenn ein Funk eines Arztes geht, muss ich da natürlich auch anrufen. Also quasi steril anreichen und Call-Center.

Nach der OP wird dann unsteril zusammengepackt :-) und das ganze Spiel beginnt wieder von vorne.
Mich hatt´s gefühlte 98736459 Mal in den Fingern gejuckt, der Anästhesie zu helfen. Verpackungen aufreißen und deren Dokumentationsklebchen in die Kurve kleben ist nunmal nicht wirklich fordernd.

Umso besser, wenn man dann den sich im Nebenraum unterhaltenden Anästhesisten sagen kann, dass das etCO2 des Patienten jetzt flott auf die 60 zu geht und man doch vll. noch ein paar Briketts nachlegen sollte Top

Naja, schlechtreden will ich die Arbeit gar nicht, es ist bewundernswert, wie die OP-Assistenz dem Operateur vorrausdenkt und schon Pinzette, Tupfer, Schere in der Hand hat, bevor der Doc danach verlangt.

Zur Abrundung des Tages konnte ich noch bei einer Knochenmarkspunktion assistieren, was ich bisher auch noch nicht gesehen hatte. Klevere Entscheidung, dass so nebenbei in Vollnarkose zu machen, der Haupteingriff war nämlich eine Lymphknoten-Exstirpation bei V. a. Hodgkin-Lymphom.
Patient ist 18 Jahre, Chemotherapie geht nächste Woche los. Scheiss Job, manchmal…